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Lies Land, lies Ort

Posted by Saskia Brunner on April 3, 2014 at 2:35 PM Comments comments (0)

Der Auftrag von der "lesenden Minderheit" war diesemal: Lies ein Buch, in dessen Titel ein Ort oder Land vorkommt!

Ich habe mich für Giftnapf von Paul Wittwer entschieden.


Napf: ein Berg im Napfbergland im Kanton Bern.

Giftnapf, weil da lange nicht alles so friedlich zu und her geht, wie man das von dieser ländlichen Gegend erwarten würde.

Ich las das Buch eigentlich vorallem darum, weil ich Eiger, Mord und Jungfrau von Paul Wittwer richtiggehend verschlungen habe. Ich finde es toll, Bücher zu lesen, die in der Stadt spielen in der man selber wohnt. Bücher, in denen die Menschen in jenen Restaurants essen gehen, welche man selber auch ab und zu besucht. Man hat dann irgendwie noch mehr das Gefühl in der Geschichte zu sein als sonst. Und alles scheint einem realer, irgendwie wirklicher.

Nur ganz kurz was zum Inhalt: Ein junger Arzt nimmt eine Stelle in Trub im Emmental an. Als Luftwechsel zu der strengen Assistenzarzt-Zeit in der Stadt so quasi. Und dann wird er mit kuriosen Notfällen konfrontiert... Neugierig wie er ist, geht er den Dingen auf die Spur.

Ein spannender Kriminalroman. Ich freue mich schon auf Widerwasser. Das ist das dritte Buch von Paul Wittwer.



Lies einen Klassiker...

Posted by Saskia Brunner on January 17, 2014 at 3:45 AM Comments comments (0)

... hiess es bei der lesenden Minderheit für die letzten beiden Monate des Jahres. "Also gut, kein Problem", dachte ich, "von denen stehen ein paar wartend im Bücherregal." Ganz so einfach fiel mir die Wahl dann aber doch nicht. Ich habe das Bedürfnis nach nicht allzu schwieriger Literatur und dabei versuchte ich unbewusst einen so modernen Klassiker wie möglich zu wählen, in der Hoffnung der sei dann etwas leichter zu lesen. Aber wie jung darf ein Klassiker denn sein, damits noch ein Klassiker ist?

Bei Wikipedia steht folgendes:

Klassiker in der Literatur Im engeren Sinne werden die antiken griechischen oder lateinischen Schriftsteller, deren Werke auch heute noch Bedeutung besitzen, als Klassiker bezeichnet. In der Literaturgeschichte als deutsche Klassiker sind die Dichter der Blütezeit der deutschen Literatur zur Zeit Goethes, Schillers und Hölderlins gemeint, im engeren Sinne als "Weimarer Klassiker" Wieland, Herder, Goethe und Schiller.

Als Moderne Klassiker bzw. Gegenwartsklassiker werden Künstler bzw. deren zum allgemein anerkannten Literatur- bzw. Kunstkanon gehörende Werke jüngeren Datums bzw. der Gegenwart bezeichnet, z. B. der Schriftsteller Thomas Mann und seine Buddenbrooks oder der Kinderbuch-Klassiker Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren, Der Steppenwolf von Hermann Hesse, Ulysses von James Joyce; als Krimi-Klassiker die Werke von Agatha Christie und Arthur Conan Doyle.

Ich machte es mir also etwas einfacher und entschloss mich für einen Gegenwartsklassiker. Es muss einfach ein Buch sein, dass wenigstens die viel lesenden mindestens vom hören sagen kennen. Und ich glaube, das ist der Fall bei "Der Tod in Venedig" von Thomas Mann.

Am Anfang tat ich mich schwer mit der "alten" Sprache: etwas schwülstig und dann diese langen Sätze. Aber nach dem zweiten Kapitel habe ich mich daran gewöhnt und 2.5 Stunden später war das Buch zu Ende. Der Tod gekommen.

Wie das früher halt wohl oft so war, werden die Dinge nicht beim Namen genannt... aber das stört nicht wirklich.

Das Buch nimmt zwei "unerwartete" Wendungen:

Die erste kommt relativ früh. Man erwartet sie. Sie muss kommen. Und wenn sie dann kommt, kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Der Protagonist - so vornehm und wegen der Umstände schier am zerreissen - wird elegant erlöst.

Die zweite Wendung, die kommt gegen den Schluss. Hier erhofft man sich die Wendung mehr als das man sie kommen sieht.

Liebe zum gleichen Geschlecht. Zu der Zeit, in der Bevölkerungsschicht... und ohne die Dinge beim Namen zu nennen. Wie weit kann T. Mann das treiben? Man fragt sich, wohin das wohl führen wird.

Und wieder entscheidet das Schicksal. Die Liebe zum gleichen Geschlecht wird in dieser Novele elegant "touchiert" - etwas mehr als bloss touchiert vielleicht. Man könnte auch sagen, T. Mann macht es sich zu einfach. Aber ich finde es irgendwie schön. Es bleibt alles leidenschaftlich, verstörend, fieberhaft, aber glücklich. Ohne Schuldgefühle und gesellschaftliche Konflikte.

So. Jetzt steht also ein Klassiker weniger wartend bei mir im Bücherregal.

Wer wissen möchte, was sonst noch so für Klassiker gelesen worden sind, schaut hier vorbei.



Lies Liebe

Posted by Saskia Brunner on July 19, 2013 at 11:05 PM Comments comments (0)

Eine Liebesgeschichte lesen, heisst es dieses Mal bei der lesenden Minderheit. Oje, das ist eigentlich gar nicht mein Ding... zumindest nicht, wenn es sich um eine klassische "Schnulze"-Geschichte handelt.

Dennoch kann ich von einem Buch berichten, welches ich im Juni zufällig in die Hände bekommen habe und welches durchaus als Liebesgeschichte (der etwas anderen Art) durchgehen kann: Hard Feelings von Jason Starr.

Das Buch ist - muss ich ehrlich gestehen - eigentlich ein Krimi. Einer der sich mit den Themen Sucht und sexueller Missbrauch auseinander setzt. Aber um Liebe geht es auch. Ich würde sogar sagen, dass die Beziehung des Protagonisten mit seiner Frau im Mittelpunkt dieses Buches steht und alles was auf die beiden zukommt, daran aufgehängt ist.

Ich fand es faszinierend zu lesen, wie der vierunddreißigjährige New Yorker Computer-Netzwerk-Verkäufer Richard Segal in dieser schwierigen Phase seines Lebens mit sich selber und um seine (eigentlich wunderbar funktionierende) Beziehung kämpft. Es war spannend zu verfolgen, wie er und seine Frau mal so gar nicht miteinander klar zu kommen scheinen und mal völlig offen miteinander kommunizieren und an ihrer Beziehung arbeiten wollen (wobei äussere Umstände ihnen hier öfters mal einen Strich durch die Rechnung machen).

Bis zum Schluss bleibt es spannend: schaffen es die beiden, ihre Beziehung über diese schwierige Lebensphase von Richard zu manövrieren, oder scheitern sie?

Was in Mai und Juni sonst noch für Liebesgeschichten gelesen wurden, könnt ihr hier sehen...


Lies gruen

Posted by Saskia Brunner on April 30, 2013 at 3:30 AM Comments comments (1)

Ich habe damals die Entstehung des Blogs "die lesende Minderheit" mitbekommen; habe ihn aber dann zeitweilig aus den Augen verloren.

Nun rufen sie dazu auf ein Buch mit einem grünen Cover zu lesen. Und zufälligerweise -  vielleicht weil ich mich auch schon auf den Frühling freue - tat ich dies gerade. Ich las Kafka am Strand von Haruki Murakami.

Wir waren schon zweimal in Japan und die Bücher von Murakami, oder überhaupt Bücher von japanischen Schriftstellern, deren Romane in Japan spielen, erinnern mich immer an die wunderbaren Wochen in der Ferne...

"Murakami mag man sehr, oder man mag ihn gar nicht"

ein Satz den ich nun schon öfters gehört habe. Dabei finde ich, sind seine Bücher doch sehr unterschiedlich und ich kann mir vorstellen, dass man das eine mag, das andere higegen gar nicht.

Kafka am Strand ist eines meiner liebsten von Murakami. Es werden abwechslungsweise zwei "Geschichten" erzählt, die miteinander verknüpft sind. Sie greifen starkt ineinander, ohne das die involvierten Personen einander jemals begegnen.

Es ist mystisch und vieles bleibt offen (das mag ich eigentlich gar nicht) und dennoch ist die Geschichte in sich abgeschlossen. Das relativ offene Ende kommt einem gar nicht so offen vor (oder es stört einem zumindest nicht). Das Ungesagte und Unfassbare wird irgendwie verstanden... Kurz: Ein mal etwas anderes Buch, ein spannendes Buch.

Wer Lust hat, klickt hier und schaut sich die anderen grünen Bücher auch noch an.



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